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Bilanz des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Strelitz 2009
Kreiswehrführer Josef Augustin konnte eine positive Bilanz ziehen und musste gleichzeitig auf anstehende Probleme verweisen.
Der Kreisfeuerwehrverband Mecklenburg-Strelitz hat 2551 Mitglieder, die sich ehrenamtlich für den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz im Landkreis engagieren, zahlreiche sogenannte Kann-Aufgaben übernehmen und oftmals ein Garant für gesellschaftliche Aktivitäten in den Dörfern und Gemeinden sind.
In Anwesenheit von Bundestagsabgeordneten Christoph Poland, Landtags-abgeordneten und Kreistagspräsident Dr. Michael Körner, Landrat Heiko Kärger, Landesbrandmeister Heino Kalkschieß und weiteren Gästen aus Politik, Verwaltung, benachbarter Feuerwehrverbände und anderen Hilfsorganisationen konnte eine beeindruckende Rechenschaft für das Jahr 2009 abgelegt und ein Einblick für 2010 und darüber hinaus gegeben werden.
Im Bericht von Kreiswehrführer Augustin wurden die wichtigsten Schwerpunkte der Verbandsarbeit angesprochen. So hat sich die Zahl der Feuerwehren erneut nach unten bewegt, waren es vor 10 Jahren noch über 100 Wehren, die Zahl sank kontinuierlich auf 79 im Jahre 2008 und 68 im Jahre 2009. Die Mitgliederzahl ist relativ stabil geblieben.
Mit Mitteln der jeweiligen Gemeinden und Städte, des Kreises und des Landes konnte neue Technik angeschafft werden und weitere Gerätehäuser um- und ausgebaut werden. Ende 2009 wurde der FF Burg Stargard ein neues Gerätehaus übergeben. Somit wurden die Arbeitsbedingungen für die Männer und Frauen im Ehrenamt verbessert und Voraussetzungen zur zukünftigen Gewährleistung des Brandschutzes geschaffen.
Ein weiteres Thema war die Ausbildung in der eigenen Wehr, auf Kreis- und Landesebene. Hierbei ging es um die Grundausbildung jedes Feuerwehrmannes und der bedarfsorientierte Ausbildung von Spezialisten und Führungskräften.
Die Katastrophenschutzübung vom 19. – 21. Juni 2009, die Übungen in den Ämtern unter Einbeziehung der Technischen Einsatzleitung waren Gegenstand des Berichtes, wie der bevorstehende 3. Sankt Florianstag am 09.Mai 2010 in der Friedländer Sankt Marienkirche, das jährliche Treffen der Feuerwehrsenioren, die partnerschaftlichen Beziehungen mit den Feuerwehren des polnischen Landkreises Bialogard und die zahlreichen gesellschaftlichen Events, Ausscheide usw.
Über die Arbeit der Jugendfeuerwehren – Nachwuchsquell der aktiven Feuerwehren – wurde ausführlich berichtet. Nach wie vor wirken sich die geburtenschwachen Jahrgänge negativ aus. Die Mädchen und Jungen verlassen nach der Schule oft unsere Region und sind somit für die Feuerwehren verloren. Ein Projekt des Kreisfeuerwehrverbandes befasst sich mit der Verbesserung der Berufsausbildungschancen der Jugendlichen in unserer Region. Mit Unterstützung des Kreises konnten Lehrer gewonnen werden, die Nachhilfeunterricht anbieten. Damit wollen wir die Mädchen und Jungen fit machen, sie sollen Lehrstellen in unserem Kreis annehmen können und somit weiterhin die Feuerwehren unterstützen.
Ein besonderer Schwerpunkt ist die Arbeit mit den „Zwergenwehren“ (Kinder von 6 – 10 Jahren), die im Rahmen der Brandschutzerziehung mit der Feuerwehr vertraut gemacht werden und später die Reihen der Jugendfeuerwehren verstärken. Der Kreisfeuerwehrverband war in dieser Sache Vorreiter.
Am 20.Februar wurde Marga Klonewetz als neue Kreisfeuerwehrjugendwartin und Sebastian Buse als Stellvertreter gewählt. Beide sind bereits seit Jahren sehr aktiv in der Jugendarbeit.
Weitere Schwerpunkte waren die Arbeit des Gefahrgutzuges, die Öffentlichkeitsarbeit und natürlich die Gewährleistung der durchgehenden Einsatzbereitschaft der Wehren.
Insbesondere in den vergangenen Wintermonaten gab es viele Wintereinsätze.
Josef Augustin danke allen Kameradinnen und Kameraden für die nicht immer selbstverständliche Arbeit in der Feuerwehr – dem ehrenamtlichen Engagement fürs unsere Menschen, Sachwerten, der Umwelt und dem Gemeinwohl.
In den Grußworten der Gäste wurde die Arbeit der Feuerwehren gewürdigt und als unabdingbar für unsere Gesellschaft erklärt. Einen besonderen Dank überbrachte Kreistagspräsident Dr. Michael Körner, der Anfang des Jahres durch einen Brand geschädigt wurde.
Bei allen positiven Ergebnissen und Ansätzen wurde auch deutlich, dass die finanziellen Probleme der Kommunen, die für den Brandschutz gesetzlich verantwortlich sind, sich auch auf die Arbeit der Feuerwehren auswirken werden, nicht gerade positiv.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden einzelne Kameradinnen und Kameraden für ihre Verdienste geehrt und ausgezeichnet. Traditionell wurden auch mehrere Partner der Feuerwehr geehrt, sie haben die Feuerwehren aktiv unterstützt und dafür danken wir.
Der Rechenschaftsbericht kann auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes (www.feuerwehr-mst.de) eingesehen werden.
Norbert Rieger
Pressewart des KFV |